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Texte

Rezensionen und Nachdenkliches

Lesetipps:

Allgemein

Lasst uns end-lich leben

Gedichte, Lieder, Geschichten und Texte, die an die Endlichkeit des Lebens erinnern, Alwine Paessens-Deege (Hg.), Santiago Verlag, 2004

Gedichte und Beiträge aus unterschiedlichen Kulturen, symbolische Geschichten, alte und neue Märchen zusammengestellt für Menschen, die sich mit der Endlichkeit des Lebens beschäftigen wollen oder müssen.  

Trau deiner Sehnsucht mehr als deiner Verzweiflung

Märchen zum Leben, Heinrich Dickerhoff, Matthias-Grünewald-Verlag, 2007

Märchen spiegeln unsere Erfahrungen und erinnern uns an die Sehnsucht , die weiter reicht als da, was wir erfahren.  Die uralte Märchen-Kunst des Erzählens vom mächtigen Wunsch nach Erlösung, verkündet auf ihre Weise die Botschaft, die wir in der Bibel lesen: Trau deiner Sehnsucht mehr als deiner Verzweiflung.

Vom Anfang im Ende

Ein Trostbuch für die Tage in Moll, Andere Zeiten e.V.

Geschichten und Gedichte zu Abschied und Verlust, Schmerz und Trauer, Hoffnung und Ewigkeit. Die Texte verschweigen weder Tod noch Verzweiflung. Aber sie sagen auch, was gut und heilsam ist.

Die Zeit des Sterbens

Über das Sterben

Was wir wissen – Was wir tun können – Wie wir uns darauf einstellen, Gian Domenico Borasio, dtv Verlag, 2013

Seid vielen Jahre steht der Palliativmediziner Borasio für eine Medizin am Lebensende, die das Leiden lindern, die Lebensqualität verbessern will, für die Erkrankten und für ihre An- und Zugehörigen. In diesem Buch beschreibt er auf verständliche Weise auch für medizinische Laien, was wir heute über das Sterben wissen und welche Mittel und Möglichkeiten wir haben, unserer Angst vor dem Tod zu verringern.

Was macht der Krebs mit uns?

Kindern die Krankheit ihrer Eltern erklären, Sabine Brütting,  Balance Buch + Medien Verlag, 2011

Der Wunsch , Kindern so lange wie möglich eine heile Welt zu bewahren, ist verständlich. Wenn aber ein Elternteil an Krebs erkrankt, sollten Kinder früh mit einbezogen werden und darauf vorbereitet sein, was nun auf die Familie zukommt.

Das Buch beschreibt umsichtig und einfühlsam, wann den Kindern was auf welche Weise erklärt werden kann. Erfahrungsberichte von Eltern und Kindern eröffnen für alle eine neue Perspektive und entlasten die Eltern bei der Bewältigung ihrer schweren Situation.

Die Zeit der Trauer

Keine Angst vor fremden Tränen!

Trauernden Freunden und Angehörigen begegnen, Chris Paul, Gütersloher Verlagshaus, (2) 2013

Vielen Menschen fällt es schwer, mit Trauernden umzugehen. Sie haben Angst etwas falsch zu machen oder nicht die richtigen Worte zu finden. Wie begrüße ich die Kollegin, die nach dem Tod des Mannes wieder zur Arbeit kommt? Wie verhalte ich mich bei der älteren Nachbarin, deren erwachsener Sohn kürzlich starb? Wie gehe ich mit Bekannten um, die plötzlich alleine dastehen? Das Buch ist ein lesenswerter Leitfaden für den Umgang mit dem Leid anderer.

Was bei Trauer gut tut

Hilfen für schwere Stunden, Roland Kachler, Herder Verlag, (3) 2011

Der Trauertherapeut Roland Kachler greift in kurzen Kapiteln die ganz konkreten Fragen, Nöte und Zweifel von Trauernden auf. Die Zeit zwischen Todesnachricht und Beerdigung wird dabei ebenso in den Blick genommen wie die Zeiten der großen Stimmungsschwankungen. Der Autor gibt Trauernden einfache Mittel an die Hand, die den Verlustschmerz lebbarer und überlebbarer machen können.

Bibelverse voller Trost:

Zu dir gehöre ich, großer Gott. Du nimmst meine Hand,
breitest deine Arme aus und nimmst mich auf.
Was auf der Erde war, ist nicht mehr wichtig; du erfüllst mein Herz;
ich gehöre dir für immer und ewig.

Psalm 73, 23-25

Gott hat seine Engel geschickt, dich zu behüten auf allen deinen Wegen.
Wohin du auch gehst, werden sie dich begleiten.
Wenn Gefahr besteht, dass du dich verletzt, werden sie dich tragen.

Psalm 91,11-12

Selig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden.

Matthäusevangelium 5,4

Gottes Licht scheint in der Dunkelheit. Und so dunkel es auch geworden ist, dieses Licht erlischt nicht.

Johannesevangelium 1,5

Glaube ist Vertrauen, dass unsere Hoffnungen sich erfüllen; und Glaube ist die Zuversicht, dass etwas existiert, was wir noch nicht sehen. Dieser Glaube trägt uns.

Hebräerbrief 11,1

Von guten Mächten:

Von guten Mächten, treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr;

noch will das Alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
das Heil, für das Du uns geschaffen hast.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand. 

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann woll'n wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen!
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt,
die unsichtbar sich um uns weitet,
all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen,
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer